Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

VoxOn.app (B2B) – Stand: 16.01.2026

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die entgeltliche und unentgeltliche Nutzung der SaaS-Plattform „VoxOn“ (inklusive Voice-/Telefonie-Funktionen, Webbrowser-Calls, KI-gestützter Dialogverarbeitung, Protokoll-/Analysefunktionen, Exporten und Integrationen) durch Unternehmerkunden.

1. Anbieter / Unternehmensangaben

VoxOn.app – AI Engineering

Gymelsdorfer Gasse 23

2700 Wiener Neustadt, Österreich

Verantwortlich für den Inhalt: Christopher Marik

Telefon: +43 1 4351933

E-Mail: siehe Impressum

Rechtsform: Einzelunternehmen (Kleinunternehmerregelung, sofern anwendbar)

UID: wird – sofern vorhanden – im Impressum bzw. auf Rechnungen ausgewiesen

Aufsichtsbehörde: Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt

2. Geltungsbereich / Ausschließlich B2B

2.1 Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des UGB. Verbraucher werden nicht als Kunden akzeptiert. Der Kunde bestätigt bei Vertragsschluss, Unternehmer zu sein.

2.2 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, VoxOn stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

3. Vertragsgegenstand

3.1 VoxOn stellt dem Kunden eine cloudbasierte Plattform zur Konfiguration, Bereitstellung und Auswertung von KI-gestützten Voice-Anwendungen bereit.

3.2 Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem jeweils gebuchten Produkt, der Leistungsbeschreibung im Bestellprozess sowie ggf. individuellen Angeboten/Einzelverträgen.

3.3 VoxOn schuldet eine Leistung nach dem Stand der Technik, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, kein bestimmtes Conversion-Ergebnis und keine bestimmte Gesprächsqualität (abhängig u. a. von Netz-/Providerbedingungen).

4. Vertragsschluss (Online)

4.1 Die Darstellung auf der Website ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.

4.2 Durch Abschluss des Bestellprozesses gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt durch Annahme (z. B. Freischaltung, Bestätigung oder Leistungsbereitstellung) zustande.

4.3 VoxOn kann Bestellungen ablehnen, insbesondere bei Compliance-/Sanktionsrisiken, Missbrauchsverdacht oder fehlender technischer Verfügbarkeit.

5. Account, Zugangsdaten, Nutzerverwaltung

5.1 Die Nutzung erfordert regelmäßig ein Konto. Angaben sind wahrheitsgemäß zu machen und aktuell zu halten.

5.2 Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Kunde ist für Aktivitäten über sein Konto verantwortlich, soweit er diese zu vertreten hat.

5.3 VoxOn ist berechtigt, aus Sicherheitsgründen Authentifizierungs- und Zugangsmechanismen anzupassen.

6. Preise, Guthabenprinzip, Verbrauch, Rabattstaffel

6.1 Guthabenprinzip (Prepaid)

a) Die Abrechnung erfolgt nach Guthabenprinzip: Der Kunde erwirbt ein Euro-Guthaben („Guthaben“) und verbraucht dieses durch Nutzung.

b) Guthaben ist nicht erstattungsfähig und kann nicht in Bargeld ausgezahlt werden. Eine Geld-zurück-Garantie besteht nicht.

c) VoxOn kann Mindestaufladungen, Zahlungsmethoden und Kreditlimits abhängig von Risikoprüfungen vorsehen.

6.2 Minutenpreise & automatische Rabatte

a) Der Basistarif beträgt 0,25 EUR pro Minute.

b) Automatische Rabatte (je Abrechnungs-/Nutzungszeitraum) gelten wie folgt:

  • ab 1.000 Minuten: 0,21 EUR/Minute
  • ab 2.000 Minuten: 0,19 EUR/Minute
  • ab 3.000 Minuten: 0,17 EUR/Minute

c) Anwendung der Rabattstaffel: Sobald der jeweilige Minuten-Schwellenwert im betreffenden Zeitraum erreicht ist, gilt der reduzierte Minutenpreis für nachfolgende Minuten im selben Zeitraum. Eine rückwirkende Neubewertung bereits abgerechneter Minuten erfolgt nicht, sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart.

d) VoxOn kann die Rabattstaffel und Minutenpreise ändern. Änderungen werden dem Kunden vor Inkrafttreten in geeigneter Weise mitgeteilt und gelten für zukünftige Nutzung ab dem Wirksamkeitsdatum.

6.3 Messung, Rundung, Abrechnungseinheit

a) Die Nutzung wird technisch gemessen.

b) Sofern nicht anders ausgewiesen, erfolgt die Abrechnung minutengenau je angefangener Minute (60-Sekunden-Takt). VoxOn ist berechtigt, aus technischen Gründen in Sekunden zu messen und kaufmännisch auf Minutenäquivalente umzurechnen.

6.4 Steuern / Kleinunternehmer-Hinweis

Rechnungen werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben ausgestellt. Sofern VoxOn die Kleinunternehmerregelung anwendet, wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Sollte VoxOn umsatzsteuerpflichtig werden, ist VoxOn berechtigt, Preise entsprechend anzupassen.

7. Testphase (100 Minuten) – Webbrowser-Call

7.1 VoxOn kann eine Testphase von 100 Minuten bereitstellen, ausschließlich für Webbrowser-Calls, sofern keine Telefonnummer hinterlegt wurde.

7.2 Die Testphase ist einmalig pro Unternehmen (einschließlich verbundener Unternehmen, gleicher Domain, identischer/ähnlicher Firmenbezeichnung, gleicher Verantwortlicher oder sonstiger nachvollziehbarer organisatorischer Zusammenhänge) nutzbar.

7.3 Missbrauch (insbesondere Mehrfachanmeldungen zur Umgehung der Einmaligkeit, Automatisierung, falsche Angaben) berechtigt VoxOn zur sofortigen Sperre sowie zum Ausschluss von der Testphase und/oder zur fristlosen Vertragsbeendigung.

8. Zahlungsbedingungen, Verzug, Sperre

8.1 Zahlungen sind sofort fällig, sofern nicht anders vereinbart.

8.2 Bei Zahlungsverzug ist VoxOn berechtigt, Leistungen nach Mahnung zu sperren oder einzustellen. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

8.3 Der Kunde trägt sämtliche bank- und zahlungsdienstleisterseitige Gebühren, Rücklastschriftkosten und angemessene Mahnspesen, soweit er diese zu vertreten hat.

9. Verfügbarkeit, Wartung, Änderungen

9.1 VoxOn betreibt die Plattform mit dem Ziel hoher Verfügbarkeit, übernimmt jedoch keine Verfügbarkeitsgarantie und schuldet keine bestimmten SLA-Werte, sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart.

9.2 Wartungsfenster und sicherheitsrelevante Änderungen können zu Einschränkungen führen. VoxOn wird geplante Wartungen nach Möglichkeit ankündigen.

9.3 VoxOn darf die Plattform funktional weiterentwickeln, anpassen oder ersetzen, sofern der Vertragszweck nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

10. Pflichten des Kunden / Verantwortlichkeit für Inhalte und Rechtmäßigkeit

10.1 Der Kunde ist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der Nutzung, insbesondere hinsichtlich Datenschutz-, Telekommunikations-, Wettbewerbs- und branchenspezifischer Vorgaben.

10.2 Der Kunde stellt sicher, dass er alle erforderlichen Rechte und Befugnisse zur Verarbeitung und Übermittlung der Kundendaten besitzt (inkl. erforderlicher Einwilligungen/Informationspflichten).

10.3 Der Kunde trifft angemessene organisatorische und technische Maßnahmen (z. B. Zugriffsbeschränkungen, sichere Endgeräte, interne Berechtigungskonzepte).

11. Telefonie, Voicebots, Kommunikation – besondere Nutzungsvorgaben

11.1 Der Kunde darf VoxOn nicht für Notruf-/kritische Systeme verwenden. VoxOn ist nicht für Notrufe geeignet.

11.2 Der Kunde ist für die Einhaltung aller Vorgaben zu Informationspflichten gegenüber Gesprächspartnern, rechtmäßiger Kontaktaufnahme/Marketing (z. B. Opt-out/Sperrlisten), Zulässigkeit von Automatisierung/KI-Einsatz verantwortlich.

11.3 Keine Audioaufzeichnungen: VoxOn fertigt standardmäßig keine Audioaufzeichnungen an. Soweit der Kunde über eigene Systeme aufzeichnet, liegt die Verantwortung ausschließlich beim Kunden.

12. Integrationen / Tool-Übermittlungen / Drittanbieter

12.1 Der Kunde kann Integrationen (z. B. CRM, Kalender, E-Mail, Telefonieprovider, Zahlungsanbieter) verbinden. Die Nutzung unterliegt zusätzlich den Bedingungen der jeweiligen Drittanbieter.

12.2 Übermittlungen an Dritte erfolgen im Rahmen der vom Kunden veranlassten Konfigurationen/Anweisungen. Der Kunde ist verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der Datenübermittlung und die Auswahl der angebundenen Systeme.

12.3 VoxOn haftet nicht für Ausfälle, Funktionsänderungen oder Leistungsstörungen von Drittanbietern, soweit VoxOn diese nicht zu vertreten hat.

13. Datenschutz / AVV / Datenhandling (High-Level)

13.1 Soweit VoxOn personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Die AVV ist jederzeit verfügbar und wird auf Anfrage bzw. im Rahmen des Onboardings bereitgestellt.

13.2 Keine Speicherung personenbezogener Rohdaten: VoxOn ist darauf ausgelegt, personenbezogene Rohdaten (z. B. Telefonnummern, Inhalte zur Toolübermittlung) nicht dauerhaft zu speichern. Solche Daten werden – soweit technisch und prozessual möglich – nur zur unmittelbaren Verarbeitung verwendet und danach gelöscht bzw. redigiert.

13.3 Transkripte und Protokolle können – abhängig von aktivierten Funktionen – in einer Form bereitgestellt werden, die dem Kunden die Nutzung/Auswertung ermöglicht; der Kunde steuert die Nutzung/Exporte. VoxOn kann sicherheits- oder abrechnungsrelevante Metadaten in notwendigem Umfang speichern.

13.4 Details zu Kategorien von Daten, Zwecken, Löschkonzepten, Unterauftragnehmern und TOMs regelt die AVV.

14. Nutzungsrechte / IP

14.1 Alle Rechte an VoxOn, der Software, Marken und Dokumentation verbleiben bei VoxOn bzw. Lizenzgebern.

14.2 Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares, zeitlich auf die Vertragsdauer beschränktes Nutzungsrecht im vertraglich vereinbarten Umfang.

14.3 Reverse Engineering, Dekompilierung und Umgehung technischer Schutzmaßnahmen sind untersagt, soweit gesetzlich zulässig.

15. Gewährleistung (B2B)

15.1 Der Kunde hat Mängel unverzüglich, spätestens binnen angemessener Frist nach Kenntnis schriftlich anzuzeigen.

15.2 VoxOn leistet nach eigener Wahl Verbesserung oder Austausch. Weitergehende Ansprüche sind – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

16. Haftung (B2B) – Haftungsbegrenzung / keine Schadenübernahme bei Ausfall

16.1 VoxOn haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Personenschäden.

16.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet VoxOn – soweit gesetzlich zulässig – nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und beschränkt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.

16.3 VoxOn haftet nicht für:

  • Ausfälle/Unterbrechungen durch Netzbetreiber, Telefonieprovider oder sonstige Dritte,
  • Störungen außerhalb des Einflussbereichs von VoxOn,
  • Schäden aus fehlerhaften Kundenkonfigurationen, unzulässigen Inhalten oder rechtswidriger Nutzung,
  • mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Betriebsunterbrechung und reine Vermögensschäden (soweit gesetzlich zulässig).

16.4 Die Gesamthaftung von VoxOn ist – soweit gesetzlich zulässig – der Höhe nach begrenzt auf das vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis tatsächlich bezahlte Entgelt.

17. Freistellung

Der Kunde stellt VoxOn von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei (inkl. angemessener Rechtsverteidigungskosten), die aus der Nutzung durch den Kunden, aus Kundendaten/Inhalten oder aus rechtswidrigen Kommunikations-/Telefoniehandlungen resultieren, soweit der Kunde dies zu vertreten hat.

18. Sperrung, Missbrauch, Compliance

18.1 VoxOn kann Zugänge sperren oder Funktionen einschränken, wenn:

  • ein Sicherheitsrisiko besteht,
  • Missbrauch vermutet wird,
  • der Kunde in Zahlungsverzug ist,
  • gesetzliche/behördliche Anforderungen dies erfordern.

18.2 Der Kunde hat bei Sicherheitsvorfällen mitzuwirken (z. B. Passwortwechsel, Account-Härtung).

19. Laufzeit, Kündigung, Restguthaben

19.1 Laufzeiten und Kündigungsfristen richten sich nach dem gebuchten Modell/Plan. Sofern nicht anders vereinbart, kann der Vertrag jederzeit zum Monatsende gekündigt werden.

19.2 Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt (z. B. Missbrauch, schwere Vertragsverletzung, Zahlungsverzug).

19.3 Bei Vertragsende verfällt ungenutztes Guthaben, sofern nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen oder ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart ist.

20. Vertraulichkeit

Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrags. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.

21. Änderungen der AGB

VoxOn kann diese AGB anpassen, wenn dies aus rechtlichen, sicherheitsrelevanten oder technischen Gründen erforderlich ist. Änderungen werden vor Inkrafttreten bekanntgegeben. Für den Kunden gilt die jeweils aktuelle Fassung für die zukünftige Nutzung, sofern er nicht fristgerecht widerspricht und die Nutzung einstellt.

22. Schlussbestimmungen

22.1 Recht: Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts (CISG), soweit zulässig.

22.2 Gerichtsstand (B2B): Ausschließlicher Gerichtsstand ist das Landesgericht in Wiener Neustadt.

22.3 Aufrechnung: Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

22.4 Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Ende der AGB.